AGA und Bw - Tagebuch
...denn die AGA ist und bleibt doch das Grösste für die meisten in ihrer Dienstzeit...







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Dienstag, 14. Januar 2003

So langsam wird es interressant. Unterricht "Verhalten Verhalten auf dem Schießplatz" und "G36" [Marke Playmobil, da ziemlich viel Plastik]. Dann erstmals Waffenausgabe. Nicht lange danach gehen wir ins "Gelände" [eine Wiese auf der Kaserne]. Jeder packt seine Zeltbahn und Isomatte aus und baut eine Stellung. Das ist auch gut so, denn sonst würden wir schon jetzt im tiefen MATSCH liegen. Wir üben, das G36 zu zerlegen und zusammenzusetzen [nicht zusammenbauen - man baut Häuser und keine Gewehre]. Ca. 2,5 Stunden lang. Dann wieder den ganzen Krempel [der mittlerweile aussieht wie sau] wieder eingepackt und zurück in den Block.

Ich habe ja schon länger Zweifel daran, dass alle Ausbilder wissen was sie tun. Aber als ein Uffz alle Waffen auf der Schulter lagern lässt, damit er ins Patronenlager schauen kann, ob auch nirgens eine Patrone mehr drin ist und den Rekruten vormacht wie sie das Gewehr heben sollen - bin ich mir dessen sicher! Ein Feldwebel macht ihn dann vorsichtig Darauf aufmerksam, dass er so mal garnix sieht, weil er das Gewehr FALSCHRUM hebt! Kein Kommenar...

Ein weiteres Beispiel: Nachdem wir die Waffen gereinigt hatten und sie wieder in der Waffenkammer abgeben [natürlich mit Meldung: "G36 entladen, Patronenlager frei, Waffe entspannt und gesichert."] und vorher den Tragegurt um das G36 spannen sollten, frage ich zur Sicherheit [damit es keinen Anschiss gibt] ob ich ihn richtig gespannt hab. Der Ausbilder [übrigens der gleiche Uffz wie oben schon erwähnt] bestätigt mir dass alles ok ist. Kaum in der Waffenkammer und die Meldung gemacht, heißt es: "Nochmal raus, der Gurt ist falschrum!".

Verkehrte Welt, aber ok, wir sind beim Bund. Das muss so sein.

Danach wird die persönliche Ausrüstung gereinigt. Das entpuppt sich als ein nicht ganz so einfaches unterfangen. Die Zeltbahn ist von oben bis unten voll Matsch die soll aber wieder sauber wie vorher sein. Ok, ca 40 min. schrubben und bürsten dann geht es wieder - ab damit in den Keller -> Trockenraum.

Jetzt "nur" noch die Reviere reinigen [wir haben glück, es ist der Flur auf dem ALLE hin- und herrennen!] und dann ist noch genug zeit um Zähne zu putzen, damit wir um punkt 23:00 Uhr in den Betten liegen.

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