AGA und Bw - Tagebuch
...denn die AGA ist und bleibt doch das Grösste für die meisten in ihrer Dienstzeit...







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23.o1.o4 - And the Winner is..

Morgens, 5 Uhr in Deutschland. Zeit zum Aufstehen wenn du ein dummer Rekrut bei der Bundeswehr bist. Leider auch wenn du als dummer Gefreiter in der SGA (Spezial Grund Ausbildung) steckst und heute noch mal schießen sollst. Wieder rausgequält und angezogen ohne zu wissen, dass sich heute wohl der Gewinner der Sinnlosaktion des Jahres präsentieren würde. Um 5:3o mussten wir vor dem Gebäude antreten, damit wir pünktlich zum schießen abmarschieren konnten. Allerdings braucht man dazu ja Waffen und da die Waffenkammer erst um 6 Uhr aufmacht, durften wir wieder mal ne halbe Stunde in der Kälte rumstehen. Dann raus auf die Schießbahn und dort ging es grad so weiter wie der Tag angefangen hatte, nämlich mit Warterei. Denn der Schießbahnwärter war nicht da und ohne den war kein Zugang zu den benötigten Utensilien. Also wieder bis halb 8 (!) in der Kälte Rumstehen (inzwischen fragte ich mich ob ich eigentlich noch Füße habe, denn ich spürte sie nicht mehr).

Natürlich gab es wieder Frühstück draußen, aber das Thema haben wir ja am Montag schon abgehandelt. Als der werte Herr mit dem Schlüssel dann endlich auftauchte, wurde auch flott (da uns kalt war und Bewegung gut tat) aufgebaut und das Schießen begann. Also für mich ist diese Aktion mit fast 3 Stunden sinnlos in der Kälte stehen eigentlich schon der Gewinner, aber warten wir mal ab was die Bundeswehr uns die nächste Woche beschert.

Zurück zum eigentlichen Tagesablauf. Heute stand Schießen mit der P8 auf dem Programm. Ich hab zweimal geschossen und mich den Rest des Tages im teilweise warmen Aufenthaltsraum aufgehalten. Irgendwann war dann zur Freude aller die Munition alle und es ging nach dem Abbauen wieder zurück. Um halb zwölf waren wir wieder am Gebäude und bekamen eine halbe Stunde Zeit unser Zeug fürs Wochenende zu packen. Da ich das in weiser Voraussicht (ja, liebe Bundeswehr, nicht alle Soldaten sind total verblödet) schon am Donnerstag gemacht hatte, ging ich mich noch schnell in der Kantine verpflegen. Dann war um 12 noch mal antreten und wir wurden ins Wochenende geschickt. Also runter zum Bahnhof und rein in den öffentlichen Personen Nah- (bei 25okm eher Fern-) Verkehr. Um kurz nach 4 war ich wieder in der alten Heimat in der, oh Wunder, kein Schnee liegt und wunderbarer Sonnenschein vorherrscht.

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