AGA und Bw - Tagebuch
...denn die AGA ist und bleibt doch das Grösste für die meisten in ihrer Dienstzeit...







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22.o1.o4 - Schwitz!

Heute stand der allseits gefürchtete Marsch unter vollem ABC-Schutz an. Bis 9:oo übten wir noch mal das Anlegen der Schutzausrüstung, dann wurde alles angelegt und der Marsch begann. Also eine Stunde kreuz und quer über den Standortübungsplatz gegurkt und dabei noch einen Krankentransport per Trage durchgeführt. Gott sei Dank war es ein moderates Tempo das wir liefen und nur wenige Passagen wurden im Laufschritt durchgeführt. Durch die allseits beliebte Kälte gefror vorne an der Maske wunderschön auch der herauslaufende Speichel und durch den durch diese Kälte herbeigeführten Schnee wurde das Laufen eher ein Schliddern und alle 5o Meter ist wohl ein Gefreiter aufm Arsch gelegen. Mich hat es zweimal volle Kanne auf den Rücken gelegt, aber ich hab auf die Zähne gebissen und mich durchgekämpft.

Irgendwann waren wir dann zurück in der Kaserne und durften noch schnell Waffen zusammen setzten und uns dann aus unseren schnittigen Anzügen schälen. Ich hab wegen der schon erwähnten absoluten Dichte (es geht nix rein, leider aber auch nix raus) geschwitzt wie ein Wasserbüffel und alles an mir war klatschnass (sogar meine Schulterklappen waren durchweicht). Dann war duschen angesagt, umziehen, Mittagessen und Pause bis zu 12:45. Den Mittag verbrachten wir dann mit Fernseh schauen, ein bisschen Spind aufräumen, ein bisschen Stube reinigen und dann war auch dieser Tag wieder fast vorbei. Aber bevor wir zum wohlverdienten Essen geschickt wurden, taucht überraschend noch ein weiterer Kandidat für die Sinnlosaktion der Jahres aus der Ecke auf. Und zwar hat jede Stube ihren eigenen Unteroffizier der ein bisschen auf die Sauberkeit dort achtet und für die Stube verantwortlich ist. Unserer war natürlich beim allgemeinen Stuben- und Revierreinigen nicht da. Aber das muss es ja nicht, da donnerstags eh der Chef die Sauberkeit kontrolliert. Allerdings war der Kontrolleur der Meinung, dass unsere Stube erst Dienstschluss machen darf, wenn unser Stubben-Uffz da ist. Toll, also gingen alle anderen zum Essen und wir warteten bis unsere Uffz, der sich übrigens vorher beim Chef abgemeldet hatte da er noch Arbeit hatte, da war. Das dauerte dann so etwa 2o Minuten und wir wurden für etwas bestraft wofür wir überhaupt nichts konnten. So was kann einen schon an den Rand der Wei▀glut treiben und so was macht mich echt aggressiv. Als der gute Mann dann endlich da war, gingen wir auch recht flott Essen (es gab Hamburger zum selber belegen..Yammie). Danach ging es ab ins Auto und wir fuhren nach Mengen zu einem NatoShop um ein bisschen unser sauer verdientes Geld unter die Leute zu bringen.

Als wir wieder in der Kaserne waren, beschlossen wir noch in die Sauna (ja, wir haben eine Sauna) zu gehen, da wir morgens noch nicht genug geschwitzt hatten. Also noch zwei Saunagänge Ó 1o Minuten über uns ergehen lassen, danach noch kurz ins Mannschaftsheim ein bisschen Flüssigkeit nachfüllen (neeeeein, kein Bier..nur ACE Saft) und ab in die Heia und geschlafen wie ein Baby.

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