AGA und Bw - Tagebuch
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Goldener Schild I 2004 --- 1o.o5.o4 - Day 1

Tag 1 der Computerunterstützten Gefechtstandübung Goldener Schild I 2004 der 10.Panzerdivision im GefechtsSimulationszentrum des Heeres in Wildflecken. Soweit der offizielle Name, so ich ihn richtig mitbekommen habe und ihn auch richtig in Erinnerung behalten habe (mein Gehirn schwimmt nach dem Urlaub bestimmt in Alkohol). Bei mir lief das Ding unter dem Decknamen ABM. Wer jetzt an ArbeitsBeschaffungsMaßnahme denkt, hat den Sinn der übung noch nicht mitbekommen, liegt vielleicht daran dass er / sie nicht dabei war. Die übung an sich war keine ABM in dem ursprünglichem Sinne, sondern eine EVA (=EtatVernichtungsAktion). Meine Bezeichnung ABM bedeutet, und das hab ich auf der übung besonders deutlich bemerkt, von den meisten wusste ich es aber auch schon vorher, Alles Brutal Meschugge. Später mehr dazu.

Mein Arbeitstag begann damit, dass ich mich um kurz nach 6, 5 sehr erholsamen Stunden Schlaf hinter mir, mit meine Wecker um 5 weitere Minuten Schlaf kämpfte und verlor. Ich konnte seiner nicht habhaft werden und so klingelte er bis zum bitteren Ende, was für mich darin bestand, dass ich aus dem Bett war. Dann fix frisch gemacht, in Schale geworfen und ab zum Frühstück. Treppe runter und *krach*. Da war die Schlange vor der Waffenkammer. Würrg, also auch angestanden und mir eine Waffe aushändigen lassen, zu deren (Un-)Nutzen ich später noch kommen werde. Da ich gerade auf dem Weg war, hab ich mir auch noch gleich Marschverpflegung mitgenommen, deren bittere Ironie ich später erst im Bus erkennen sollte. Denn die Vollidioten hatten da kein normales Brot reingepackt, sondern nur 5 kleine Scheiben Pumpernickel, da ja auch jeder so auf Pumpernickel steht. Im Endeffekt hab ich das Packet dann sauber im Restmüll in Wildflecken entsorgt und nur das enthaltene TWIX und die zwei Trinkerchen genommen. Alles andere war irgendwie gegen meine Motivation. Nach dem Empfang besagter Marschverpflegung bin ich dann nach überstandenem Frühstück ne Stunde planlos in der Gegend rumgestanden bis ich mich einer Meute angeschlossen habe und letzten Endes im Bus gelandet bin. Dort verbrachte ich dann die nächsten 5 Stunden meines Lebens mit Scheiße labbern und schlafen. Wobei Scheiße labbern wohl zur 90% überwog. Zur erwähnen wäre noch der Stopp auf einer öffentlichen Rastanlage, alle natürlich bewaffnet. Leider war es eine sehr schwach frequentierte Rastanlage, sonst hätte man hier schon verdammt viel Spaß haben können.

In wunderhässlich Wildflecken - Stopp, wunderhäßlich ist für Sigmaringen gedacht, Wildflecken ist irgendwie anders...- also formuliere ich diesen Teil der Geschichte nochmal neu: In potthübsch Wildflecken - schon besser - kamen wir dann nach heldenhaften Umweg ( siehe Karte, schwarz der logische und normale Weg, den auch alle anderen Fahrzeuge aus Sigmaringen gefahren sind, nur unser Busfahrer meinte er müsse uns noch die Schönheit der A81, in Rot gekennzeichnet, nahebringen..und bei diesem Bild wundert es dann keinen warum die LKW die zeitgleich mit uns losfuhren und nur 80 oder weniger fahren dürfen schneller am Ziel waren ), so gegen halb 2 an und dann kam die erste und einzige positive überraschung welche die übung bot: ich bekam ein Einzelzimmer mit separatem Bad und WC. Welch ein Luxus. Um nicht gleich wieder als Miesepeter da zu stehen, erwähne ich jetzt nicht, dass mein Bett mehr Tiefgang hatte, als die Titanic als sie auf dem Grund aufschlug. Egal, weiter in der Story.

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