AGA und Bw - Tagebuch
...denn die AGA ist und bleibt doch das Grösste für die meisten in ihrer Dienstzeit...







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o4.12.o3 - Gelöbnis  

Wie immer klingelte um 5:20 mein Wecker und ich wusste sofort wasn unglaublich guter Tag heute werden würde. Schon als ich beim aus-dem-Bett-springen halb umgeknickt bin, war der Tag schon wieder gelaufen bevor er richtig angefangen hat. Der Dienst begann dann auch gleich mit Unterricht von unserem allseits beliebten Kompaniechef zum Thema "Eid & Feierliches Gelöbnis". Der hatte anscheinend einer seiner besseren Tage erwischt und war richtig gut drauf, machte 40 min Unterricht und ließ uns dann fast ne Stunde Pause machen.

Dann hieß es wieder umziehen und ab auf den Exerzierplatz zum Formaldienst üben. Dies dauerte dann so bis ca.11 und danach hieß es erstmal Stuben- und Revierreinigen bis zum Mittagessen. Und weil's grad so schön war, wurde nach dem Mittagessen fleißig weiter gereinigt bis die Bude so um halb 3 richtig glänzte. So um 3 bekamen wir dann eine Dienstzeitunterbrechung bis um 17.15 um unseren Gästen alles zu zeigen. Es waren versch. Sachen aufgebaut. Zum einen Leben im Felde mit ein paar Zelten und was noch alles dazugehört und eine Kleiderschau in der unsere komplette Ausrüstung ausgebreitet war (faszinierend wie viel doch in den Spind geht). Dann noch schnell ein bisschen unsere Kaserne zeigen und es war schon wieder 17 Uhr und ich musste mich von meiner Familie trennen, da ich um 17.15 im Anzug da stehen musste. Um 17.30 wurden wir dann mit einem Bundeswehrbus (Y-Tours - Wir buchen, Sie fluchen) nach Sigmaringen gekarrt, wo wir so um 18 Uhr ankamen und dann noch bis um 18.45 rumstehen durften.

Dann wurde im Gleichschritt auf dem Platz einmarschiert. Der hatte so ungefähr die Größe eines Fußballfeld und nach und nach füllte er sich mit Rekruten (insgesamt waren es ca. 330) und unzähligen Gästen die uns zuschauten (begaffen trifft es wohl besser.) Und dann standen wir da und die Zeremonie nahm ihren Lauf. Und sie nahm langsam ihren Lauf. Und je länger sie dauerte, desto schmerzhafter wurde es in den Knien und in den Füßen, da man sich ja nicht bewegen durfte um das einheitliche Bild der Bundeswehr nicht zu beschädigen. Auf jeden Fall ist so ein Gelöbnis ziemlich dämlich vom Ablauf. Ich spar mir jetzt zu beschreiben wie es ablief, wer scharf darauf ist es zu erfahren soll selbst zum Bund gehen oder ein öffentliches Gelöbnis besuchen. Als die ganze Veranstaltung dann fertig war, war es dann auch schon 20 Uhr und wir sind 1h 15min recht still dagestanden und haben uns nicht groß bewegt. Man kann sich vielleicht vorstellen, dass da die ersten Bewegungen richtig viel Spaß machen und man sich dann beeilt in den Bus zu kommen. Mit dem ging es dann auch wieder für die die wollte zurück zur Kaserne.

Dort hab ich mich in zivilisierte Kleider geworfen (muss ja nicht jeder schon von weitem sehen, dass ich Soldat bin) und mich mit meiner Familie auf den Heimweg gemacht. Als wir dann so um halb zwölf daheim ankamen fiel ich mehr schlafend als wach ins schöne Bettchen und träumte von allen Sachen außerm Bund.

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