AGA und Bw - Tagebuch
...denn die AGA ist und bleibt doch das Grösste für die meisten in ihrer Dienstzeit...







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o4.11.o3 - Kompanieübergabe  

Der Morgen begann mit Ausdauertraining in Form eines Waldlaufes. Vorne raus lief auch schon ein austrainierter Marathonläufer und führte uns gut 20 min durch den Pfullendorfer Wald um die Kaserne herum in nem beachtlichen Tempo, so dass sich die Gruppe gut in die Länge zog und sich am Ende mehrere Laufgruppen bildeten. Ich konnte mich zu meinem eigenen Erstaunen direkt hinter dem Ausbilder in der ersten Gruppe halten. Wie gesagt, nach 20 min kamen wir dann an einem größeren Platz irgendwo im Dorf an und durften uns erstmal dehnen. Danach ging's 4mal eine doch sehr hohe und steile Treppe rauf und in lockerem Tempo zurück zur Kaserne, wo wir uns duschten und einen 2stündigen Unterricht über das Thema Minen über uns ergingen ließen (war teilweise sehr erschreckend zu sehen, was für kranke Dinger es gibt..manche springen nach Auslösung ca. nen Meter hoch und explodieren im Gesicht der armen Person). Gegen Ende kamen dann noch ein paar Bilder von Minenopfer, welche sehr gut zu Diäten als Appetitzügler eingesetzt werden könnten. Ich konnte mir die Bilder auf jeden Fall nicht sehr lang anschauen, obwohl man meistens eh nicht mehr erkannte, welche Körperstelle auf dem Foto abgelichtet war. Nach dem Unterricht stand noch ne Stunde Formaldienst auf dem Programm und es war schon wieder Zeit fürs Mittagessen.

Da an diesem Mittag unser Kompaniechef sein Kommando an seinen Nachfolger abgeben sollte und daher unser Regimentskommandeur Oberst G. im Hause war, galt es nach dem Mittagessen erst mal 1 1/2 Stunden Stuben und Reviere zu wienern, dann einen sauberen Anzug herzustellen (wir durften zum ersten Mal offiziell unsere Baretts tragen, welche wir sonst nur zum Formaldienst anhaben) und dann sauber vorm Gebäude anzutreten. Die übergabe lief im Prinzip recht zügig durch und es hieß zur Feier des Tages schon Dienstschluss gegen 15 Uhr. Eigentlich ist das ja ein Grund zum Freuen, aber auf Grund des mannigfaltigen Freizeitangebotes in und um Pfullendorf konnte sich ein Großteil meiner Kameraden nicht dazu durchringen etwas Produktives zu tun und fing an zu saufen. Na ja, der Abend zog sich so dahin und irgendwann war dann auch wieder Zeit sich ins Bettchen zu legen und die äuglein zu schließen.

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