AGA und Bw - Tagebuch
...denn die AGA ist und bleibt doch das Grösste für die meisten in ihrer Dienstzeit...







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o3.11.o3 - Handgranatenausbildung  

Der Morgen stand unter dem Motto "Handgranaten". Als erstes gab's eine Stunde theoretischen Unterricht über Art und Wirkung einer Handgranate. Und ich muss echt sagen: bin ich froh, dass wir keinen scharfen Dinger in die Hand bekommen. Denn echte Handgran. haben in 25m Entfernung noch eine tödliche Wirkung von 90%. Megakacke. An diesem Tag erkannte man auch wieder, dass beim Bund doch immer ein paar gestörte rumrennen, die es richtig schade fanden, dass wir nicht mit echten rumhantieren dürfen. Das darf man leider nur in Stetten. Und wenn ich mir anschaue, was für Wurfleistungen manche im Laufe des Tages abgeliefert haben (manche warfen 10m nach hinten) muss ich sagen: Gott sei Dank mach unsere Gran. nicht wirklich Aua, denn ansonsten wäre an diesem Tag einiges böse geendet. Nach dem Unterricht hieß es dann wieder komplette Ausrüstung an den Mann und ab auf den Standortübungsplatz. Dort mussten ähnlich dem versch. Würfe ausgeführt werden und damit auch diverse übungen erfüllt werden. Es galt also per Bogenwurf (so komisch übern Kopf..hauptsache das Ding fliegt hoch und weit) stehend aus 25m, kniend aus 20m und liegend aus 15m jeweils in einen Kreis von 5m Durchmesser zu treffen. Dann war per Schleuderwurf (so komisch von der Seite mit ausgestrecktem Arm) stehend aus 25m, liegend aus 15m und kniend mit ABC-Schutzmaske aus 20m wieder einen entsprechenden Kreis zu treffen (ich glaube er hatte nen größeren Radius, bin mir aber nicht mehr sicher).

Parallel dazu lief die allseits beliebte Zusatzausbildung. Als erstes war ich an der Station "Skizzen". Hier musste man aus einer Karte eine Wegeskizze zeichnen mit der man ohne Karte einen vorgegeben Weg hätte laufen müssen. Da wir alle sehr gut im Zeichnen waren und dies auch schon oft geübt hatten, kann man sich unseren Erfolg vorstellen. Der Ausbilder meinte, dass von den 20 Leute nur einer eine einigermaßen brauchbare Skizze abgegeben hatte. Aber es ist ja noch kein Meister vom Himmel gefallen. Dann kam die Zeit des Stationswechsels. Wir mussten zu der Station die man über den halben übungsplatz hörte: Waffendrill. 40 min, ca.150 Liegestütze, unzählige Sprints, unglaublich vielen Rollen, viel zu vielen Fragen (man kennt das ja aus dem Filmen: sie drillen einen und während man gerade dabei ist, die Waffe zu zerlegen, kommen sie und fragen einen sinnlose Sachen..z.B. "Wer steht gerade hinter ihnen?" "Wie ist ihr Autokennzeichen?" "Wer ist Wirtschaftsminister?" "Was machen sie, wenn ich jetzt 3mal Pfeife?"..bei ner falschen Antwort hieß es dann halt laufen) und unendlichem Waffenzerlegen war das dann auch geschafft und etliche Funker total am Ende. Inzwischen war dann auch Mittagessenszeit und es ging zurück zur Kaserne zum Futter fassen. Nachm Essen ging's wieder raus und meine Gruppe war endlich mit Werfen dran. Zu meinem Erstaunen waren meine Wurfleistungen recht gut (der alte Handballer halt) und es ging eigentlich recht zügig durch die übungen. Alle diese Würfe wurden mit übungshandgranaten ohne Ladung durchgeführt. Leider gab es da dann noch eine 7.Station an der man eine übgran mit Ladung werfen musste. Aber das war alles nur halb so schlimm, denn es machte nur leicht Puff und es konnte eigentlich fast gar nichts passieren. Diese Aktion auch noch hinter mich gebracht und es ging schon wieder ans Aufräumen und zurück marschieren. In der Kaserne galt es dann wieder Waffen zu reinigen, Abend zu essen und dann ging's in den Dienstschluss.

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