AGA und Bw - Tagebuch
...denn die AGA ist und bleibt doch das Grösste für die meisten in ihrer Dienstzeit...







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30.1o.o3 - Rambo Part II  

Der zweite komplette Tag auf der Schießbahn stand an. Diesmal stand die übung GS3 auf dem Dienstplan (Stehend Freihändig aus 25 m Entfernung auf Ringe schießen, mit jedesmal absetzen zwischen den Schüßen..es galt mit 10 Patronen mindestens 80 Punkte zu erreichen). Nach meinen überragenden Leistungen vom Vortag als ich von insgesamt abgegeben 40 Schüssen nur 28 ins Ziel gebracht habe, stellte ich mich schon auf eine Wiederholung ein, zumal ich diesmal als erster ran musste und daher ned wusste ob das Gewehr verzieht und wie man es korrigieren kann (so was spricht sich normal sehr schnell rum..nach 3 oder 4 Durchgängen weiß man, dass man z.B. auf Bahn 2 etwas nach rechts oben zielen muss). Als ich dann meine 10 Schuss verballert hatte, ging's ans zählen und siehe da, ich hatte 87 Ringe erzielt. *freu*. Das Problem war dann nur, dass diese übung noch länger dauerte als die am Vortag und ich dann den ganzen Vormittag nur Zusatzausbildung machen durfte (wieder ABC-Alarm, Waffendrill [ich kann ein G36 komplett zerlegen und wieder zusammensetzen in 1:35 und gehöre damit zu den besseren] und Ausbildung mit Fernglas), was mich schon etwas angekotzt hat, da manche den ganzen Tag Pause hatten. Aber man will ja nicht meckern. Dann waren auch irgendwann mal alle durch und es war auch Essenszeit.

Vorher bekamen wir noch von der Bundeswehr angeboten, dass unsere Lunge geröntgt werden kann um eventuelle Schäden festzustellen. Alle wollten das, denn schaden kann so was ja eigentlich nicht und so wurden noch alle geröntgt. Dann Essen und danach zurück auf die Schießbahn. Dort erfuhren wir, dass wir mit unserem Pensum schon lange durch waren und die Ausbilder stolz auf uns seien, da es so was noch nie gegeben hätte, dass man in 2 Tage 3 komplette Schießen durchgeführt hätte und jetzt sogar noch Zeit hätte, eine andere übung zu schießen. Also wurde die übung GS5 (logisch wäre GS4 gewesen, aber das ist ein Nachtschießen und sehr unsicher, ob wir das durchführen) aufgebaut und es wurde begonnen. Allerdings muss man sagen, dass soweit ich das mitbekommen habe mehr als die Hälfte durch diese Prüfung fielen, denn die hat es echt in sich. Man beginnt bei 200 m stehend aufgelegt mit 5 Schuss auf Pappkameraden zu schießen. Dann macht man einen 100 m Sprint, wirft sich auf den Boden, semmelt 5 Schüsse im liegen, steht dann auch, läuft nach vorne und eröffnet das Feuer sobald neue Feinde auftauchen, wieder mit 5 Schuss. Dieses übung stellt dann Schießen unter Belastung dar und ist recht anspruchsvoll. Allerdings war es für diejenigen, die durchfielen (darunter auch ich) nicht so schlimm, denn dieses Schießen wird eh noch mal an einem anderen Tag wiederholt und es kamen eh nicht mehr alle dran. Also alles halb so schlimm. Dann war auch schon wieder 4 und es ging ans Abbauen, zurück joggen mit vollem Gepäck und Thermoanzug (*schwitz*), Waffenreinigen und Abendessen. Nach Dienstschluss war dann wieder großes Ausrüstungsreinigen angesagt, denn freitags wird ja immer der Spind kontrolliert. Außerdem drohte morgen ein Test, weswegen manchen schon verschärft ihr Dienstbuch in Anschlag genommen hatten und schon fleißig lernten.

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