AGA und Bw - Tagebuch
...denn die AGA ist und bleibt doch das Grösste für die meisten in ihrer Dienstzeit...







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24.1o.o3 - And the Winner is...  

Ums abzukürzen: Aufstehen -> Frühstück -> Morgenparole -> Unterricht (Kartenskizzen) -> Stuben- & Revierreinigen -> Arztunterricht (Hygiene, Impfungen, Aidsprävention, kleiner Film zur Thematik). Dann war auch schon 11:20 und unser Zugführer betrat den Lehrsaal und verkündete die Ergebnisse des SanTest. So mit halben Ohr zugehört und versucht, mein Ergebnis nicht zu verpassen, als dann kam: "Funker Köhler, 33 Punkte". Ich denk mir noch so: Gut, die 2o Punkte zum bestehen hast ja geholt, als es dann schon vom Zugführer hieß: "Folgende Funker bitte aufstehen: Funker Bla, Funker Blubb, Funker Köhler." Nein, was hab ichn diesmal verbockt. "Diesen Funkern wünsch ich dann ein schönes Wochenende, da sie die drei Besten im Test waren" *freu* Wie? Ich einer der Besten? Na ja, was soll's, Wochenende is Wochenende. Wie sich dann herausstellte war ich mit meinen 33 von 40 möglichen Punkten der zweitbeste und hatte nur einen halben Punkt weniger als ein ausgebildeter Rettungsassistent. Also ganz gemütlich raus aus der Uniform, alles was ich am Wochenende brauchen konnte gepackt und noch erstaunt festgestellt, dass ich dem kurz-vorm-Wochenende-Spind-und-Stubenfick entgangen bin.

Während bei unseren Kameraden also die in dieser Wochenende gebrauchte Ausrüstung auseinander genommen wurde und auf Schmutz untersucht wurde, ging ich gemütlich zum Essen und wartete, bis mein Fahrer dann auch Wochenende hatte. Dann ging's auch schon wieder gen Bruchsal und die Woche war wieder rum. Wir haben diese Woche echt viel nützliches gelernt und erfahren dass unsere Grundausbildung eigentlich nur bis 13.12 geht (keinen Ahnung, wer das gesagt hat...entweder der Oberst oder unser Hauptmann) und die letzte Woche vor Weihnachten großes Auf- und Ausräumen der Kompanie ansteht, da die 2./50 in Pfullendorf ja aufgelöst wird und die Kaserne komplett an die ach-so-tollen Fernspäher geht. Im Prinzip heißt das für uns, dass wir nur noch 1 1/2 Monate Grundi vor uns haben und wir jetzt schon 3 1/2 Wochen bei der Bundeswehr verbringen.

Ich ziehe jetzt einfach mal ein kleines Fazit über das bisher erlebte, da wir den ersten Monat fast rum haben: Ich muss ehrlich zugeben, dass ich mir es am Anfang schwer überlegt habe, ob ich nicht verweigere, denn die ersten zwei Tage war es echt hart und wir wurden richtig niedergemacht. Inzwischen bin ich "froh" es nicht gemacht zu haben. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und man gewöhnt sich an die etwas anderen Lebensbedingungen beim Militär doch recht schnell. Es ist zwar nicht das Gelbe vom Ei, das man hier alles erlebt und es macht nicht immer Spaß und es ist eigentlich immer körperlich anstrengend, aber ich denke man erlebt hier mehr und kann für seine persönlich Erfahrung viel mehr mitnehmen als wenn man z.B. Zivi beim ASB ist. Das ist zumindest inwzischen meine persönliche Meinung und so schlimm wie man es sich immer vorstellt ist es zumindest bei uns in der Kompanie nicht.

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