AGA und Bw - Tagebuch
...denn die AGA ist und bleibt doch das Grösste für die meisten in ihrer Dienstzeit...







vorhergehender Tag...
zurück zur Tagebuch-Auswahl
nächster Tag...
     
o2.1o.o3 - Einkleidung

5.oo Irgendeiner der Ausbilder läuft Krach machend durch die Gänge und reist mich aus meinen süßen Träumen. Während ich noch darüber nachdenke, wo ich bin und was ich hier mache, stürmt schon unser Unteroffizier durch den Flur und brüllt: "Sie haben 1o Minuten um Betten zu machen und sich zu waschen und zu rasieren. Dann wird vor den Stuben angetreten." - 1o Minuten für das ganze Zeug ist halt recht knapp bemessen.

Danach hieß es wieder antreten und dann gab's Frühstück. Auch das war stressig, denn ich wollte nen Tee trinken. Das Problem: Das Frühstück war leider beendet bevor man sich den Tee irgendwie gefahrlos zu Gemüte führen konnte. Ich schätze, wir haben vielleicht so 7 Minuten dort gesessen. Der Rest des Tages lässt sich so beschreiben: Wir marschierten 3mal 2km zur Einkleidung, wurden mit Sachen überhäuft, packten alles in eine Tasche, die dann verdammt schwer war, marschierten zurück. Das ganze zog sich dann so von morgens um 7 bis abends um 6 oder so. Man kann sich dann vielleicht denken, dass das mit sehr viel rumstehen verbunden war. Und da die Kasernen ja leider von selbst stehen, war's ned wirklich angenehm.

Nachdem wir dann alles empfangen haben, ging's ans Spind einräumen. Natürlich passierte das wieder nach einem Musterspind, denn bei der Bundeswehr muss ja alles seinen Ordnung haben (Schon mal probiert, sämtliche T-Shirts, Hemden und Feldblusen auf DinA4 zu falten? - Nein? Dann macht's mal, ihr werdet sehen, was wir für Probleme hatten...vor allem mit den Hemden.) Dann gab's noch mal eine Einführung von unserm Leutnant, der im Moment das ranghöchste Tier (so wie der schreien kann, ist es wohl wirklich ein Tier) in unserer Kompanie ist. Um 22.45 oder so kam dann der beste Befehl des Tages: "Dienstschluss!".

Für mich ging dann leider der Stress erst richtig los, denn ich wollte am gleichen Abend noch heim und musste mir jemand suchen, der nach Bruchsal fährt, da das öffentliche Verkehrswesen dort unten nicht wirklich gut funktioniert und nach 21 Uhr irgendwie kein Bus mehr fährt. Endlich jemand gefunden, der auch aus Bruchsal kommt (wie gesagt, die Welt is klein und die Kreiswehrersatzämter ... ihr wisst schon). Und um zu verdeutlichen, wie groß die Kaserne ist, sei noch erwähnt, dass wir ne gute Stunde auf der Suche nach dem Auto unseres Fahrers waren, da er nicht mehr wusste, wo er geparkt hatte.

Zur Fahrt ist eigentlich nichts Besonderes zu erwähnen außer, dass wir auf dem Weg nach Bruchsal 5° Außentemperatur dazugewonnen haben. Um 3 war ich dann endlich daheim und hab verdammt tief und fest geschlafen.

Copyright (C) 2004 by AGAnauten.de. All rights reserved.