Bundeswehr-Lexikon
Als Nachschlagewerk und zum besseren Einstieg in die "Soldatensprache"...

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Wache
1. Lokalität am Kasernentor, wo man zu Dienstzeitbeginn sein Gehirn abzugeben hat. Mit etwas Glück erhält man es sogar zurück...
2. Beliebter Dienst für Nicht-Heimschläfer. Eine Woche wechselweise Ruhe und Spaziergänge entlang des Kasernenzaunes - und dann eine Woche Dienstausgleich.

Waffenkammermogel
Meistens ein HG mit ein paar Gehilfen, der selbst nicht mehr rödeln darf, weil er ein bisschen zuviel Waffen geputzt und zu wenig die Füsse bewegt hat.
(Stichwort und Definition von OG (OA) K. der Fernmelder)

Waffenreinigung
Ist mal mehr mal weniger notwendig.Und im Anbetracht des Zustandes einiger G3's Baujahr 1960 sogar höchst überflüssig, da von den Dingern eh nur noch jedes dritte schießt und jedes vierte trifft. Bein G36 an Anfang spaßig, später G3-lästig.
(Stichwort und Definition von Mori Samo)

Walddukaten
siehe: 'Buschgeld'

Wallung
In diesen Zustand hat ein Soldat auf Befehl seines Aubilders zu kommen...

Wände
Stehen nach Meinung vieler Ausbilder auch ohne Mithilfe der Soldaten.

Wanderampel
Rekrut, der in der AGA die besondere Aufgabe hat, die Gruppe bei Nachtmärschen durch eine gelbe, auf den Helm gesetzte Rundumwarnblinkleuchte vor direkten Anremplern mit motorisierten Verkehrteilnehmern zu schützen.
(Stichwort und Definition von Simon)

Wartesaal
Ein schon etwas in die Jahre gekommener Begriff für die Kantine, der heute nur noch bedingt einsetzbar ist, da mittlerweile jeder Bundesbahn-Wartesaal mehr Komfort und Gemütlichkeit ausstrahlt als ein Speisesaal bei der Bundeswehr.

Waschbrettköpfe
Ein Beleidigung, die gegenüber Feldjägern nicht ausgesprochen werden sollte, da diese, wie TAZ-Autor Wigalf Droste vor Gericht erfahren mußte, die Ehre der weißbebindeten Migränestickschwinger schwer verletzen würde.

Wäschesack
Aufbewahrungsort für saubere Klamotten, damit die in der Grundi gefalteten Ausstellungsstücke nicht bewegt werden müssen.
(Stichwort und Definition von Dietrich K.)

Wasser
Ist bei der Bundeswehr grundsätzlich kalt, außer man lässt es ca. 5-10 Minuten laufen. Dann sollte man sich aber beeilen, da Wasser im warmen Zustand i.d.R. ziemlich schnell aufgebraucht ist.
(Stichwort und Definition von Bernhard D.)

Wasser-Stuffz
Obermaat

WaWa (NVA)
Wasser wackelt, d.h., dass Kaffeewasser kocht. Elektrogeräte waren bei der NVA auf den Stuben verboten, deshalb hatten die meisten Soldaten nur Tauchsieder, welche einfacher zu verstecken waren.
(Stichwort und Definition von Olaf)

WaWaWiWi (NVA)
Wasser wackelt wie wild - Das Wasser kocht schon über
(Stichwort und Definition von Olaf)

Wechselstellung
Die 'Wechselstellung' ist für jeden Soldaten ein ganz schöner Fick. Denn kaum ist er in einem Loch zum Schuß gekommen, muss er auch schon raus und schnellstmöglich in das nächste hinein. Dieses Spielchen kann sich einige Male wiederholen. Leider sind die Löcher, die er beziehen muß, nicht von warmen Fleisch sondern nur von kalter Erde umgeben. Sonst hätte dieses Spiel zumindest ansatzweise Spass machen können...

Wecken
Empfindet man das allmorgendliche Piepsen des Radioweckers schon als akustische Körperverletzung, so bieten sich beim Bund ganz neue, individuelle Höchstleistungen in Punkto Geräuschpegel:
A: Wecken durch lautes Rufen, besser: Brüllen ("Kompaniiiiiiiiie – aaaaauuuuuf-schteeeeeeeehn!"), meist verstärkt durch die kompanieeigene Lautsprecheranlage
B: Wecken mit der Trillerpfeife (meist in Kombination mit A)
C: Wecken durch schlagen, rollen oder werfen von Gegenständen (Mülleimer, o.ä.)
D: Wecken durch Manövermunition (so eine Uzi weckt gleich die Vorfreude auf den bevorstehenden Geländetag); alternativ mit DM12
(Stichwort und Definition von: Ein OG d.R. aus Wildeshausen)

wegföhnen
Damit ist nicht gemeint jemand mit einem Föhn wegzublasen, sondern eine etwas sanftere Art als wegscheppern
(Stichwort und Definition von Boris B.)

wegscheppern
Eine Art jemand so wegzuföhnen das er nicht mehr weiß wo oben und unten ist und dabei das Trommelfell platzt.
(Stichwort und Definition von Boris B.)

Wegschmeißwumme
Handgranate.

Wehrbeschwerdeordnung
Gesetz, das regelt, wie eine Beschwerde vom einfachen Soldaten über den Disziplinarvorgesetzten in den Papierkorb wandert.

weitere Befehle, warten auf
Nach der Grundausbildung der häufigste Auftrag für den ganzen Tag. Man kann dann machen was man will, man darf sich nur nicht erwischen lassen.
(Stichwort und Definition von Burghard)

Wendelhörni
Rekrut, der durch Vormucken oder Schrittverschleppen auffällt; der Vorgesetzte wiederholt mit falschem Dienstgrad anredet; der beim "Abteilung - Halt!" immer noch einen Extraschritt macht oder beim Gleichschritt Marsch immer wieder einen sog. Korrekturhoppser machen muss.
(Stichwort und Definition von Simon)

Wertfach
Ein winziges Stück Privatsphäre in der Grundi, in das selbst der Kompaniechef nur in Begleitung von 2 Zeugen und nach Vorlegen einer Durchsuchungsanordnung schauen darf. Wer aber wirklich wertvolle Sachen in dieses Fach legt, hat im Falle eines Falles Pech - nur Sachen bis zu einem Gesamtwert von 500.-DM werden erstattet. Später wertlos, da ein normaler Soldat (ab Gefreitem aufwärts) mindestens über 2 Spinde verfügt.
(Stichwort und Definition von OG Nortix, 2.Gebirgspionierbatallion 8, Branneburg)

Wichsfleck
Bezeichnung für den alten OA-Stern, der (statt heute der Diskolitze auf der Schulter) auf dem ärmel getragen wurde.
(Stichwort und Definition von: Ein OG d.R. aus Wildeshausen)

Wirkungstrinken
Es wird so lange gesoffen, bis der Alkohol seine volle Wirkung entfaltet. Verloren hat, wer als erster umfällt...

Witwenstechen (NVA)
"Ball der einsamen Herzen " und ähnliche Veranstaltungen am Standort
(Stichwort und Definition von VVS)

Wurm
Meist bester und einziger Freund des Grenies. "Der mit dem Wurm tanzt"
(Stichwort und Definition eingesand von Gerold Lübben)

Danke nochmal an "Die Unmoralische"!

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