Bundeswehr-Lexikon
Als Nachschlagewerk und zum besseren Einstieg in die "Soldatensprache"...

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P1
Pistole, 9-schüssig. Acht Warnschuß und ein tödlicher Wurf.

P8
Die Nachfolgerin der P1. 16-schüssig - 15 mal schießen, einmal werfen.

PACKNAPF/ LANGEMARK
Nicht nur umständliche Namen; nein! Sogenannte Eselsbrücken, die es dem Soldaten erleichtern sollen im Felde anderen mitzuteilen, was bei dieser oder jener Stellung so zu beachten ist (Lage, Auftrag, Position, Schussrichtung, etc.). Nicht nur für Legastheniker unverständlich und schwer zu merken.
(Stichwort und Definition von Helge)

Palette
siehe Maus
(Stichwort und Definition von Jürgen Bruns)

Panzer und Flugzeuge
Fahr- bzw. flugunfähiges Großgerät der Bundeswehr. Den Legenden zufolge sollen Panzer und Flugzeuge durch den Einbau von Ersatzteilen wieder zum Leben erweckt werden können. Doch die Existenz solcher Teile ist umstritten. Bisher konnte jedenfalls noch kein Nachweis über ihre Existenz erbracht werden.

Panzeraufklärer
Elitetruppe, die ca. 10 - 15 Prozent tapferer war als die Rest-Bw. Waren oft im Dunkeln untewegs, manchmal sogar alleine, kennen nach übungen alle Gasthäuser der Region. Obs das bei den 'W<15' noch so ist weiß ich nicht.
(Stichwort und Definition von Dietrich K.)

Panzerbacke
Ein Angehöriger der Panzertruppe
(Stichwort und Definition von OG S., 4./InstBtl 142)

Panzerband
Beliebtes Mitbringsel für zuhause. Klebeband mit überragender Klebekraft.
(Stichwort und Definition eingesand von Gerold Lübben)
(Kann man nur zustimmen. Aber bei dem Preis für eine Rolle wird das Klemmen beinahe schon zum Kapitalverbrechen (-; )

Panzerfaust
Wuuuusch! Und verbrenn' dir nicht den Arsch...

Panzerkeks /-platte
Fester Bestandteil eines jeden EPA-Päckchens und eine ernste Gefahr für die dritten Zähne. Ernsthaft, diese Dinger sind so hart, das ein komplettes Paket, voller Elan gegen eine Steinmauer geworfen, ohne sichtbare Schäden der Nachwelt erhalten bleibt. Ansonsten ein echter Multifunktions-Keks: Mit Schuhcreme überstrichen eine tolle Wärmequelle und notfalls kann man auch eine Panzerstraße damit auspflastern. Nur eines darf man nicht: sie essen.

Panzermine
'Diese Mine reagiert auf einen Druck von achzig Kilogramm', sprach der Feldwebel, bevor er zu Demonstrationszwecken auf die Mine trat. Fettes Aas.

Panzerschubser
So darf man die Mäuse in den gepanzerten Einheiten nennen.
(Stichwort und Definition von Philip)

Panzersketten, Puffsmutter, Bratskartoffeln
Wird meist als Beispiel gebracht, warum es "Essenmarken" und nicht "Essensmarken" heißt, jedenfalls nach ZDV.
(Stichwort und Definition von Jürgen Bruns)
Die Sanitäter kennen eine andere Variante: "Verbandsdreiecke, Schubsladen und Schamslippen gibt hier nicht" (Chris)

Panzerunterlegkeil
MTW (M113) ... Mannschaftstransportwagen der Bw, der gepanzert ist und ein wenig aussieht wie ein zu groß geratener Unterlegkeil... (Stichwort von MkG)

Pappkamerad
Zielscheibe in Soldatenform.

Pazifisten
Zivilisten, die in Krisenzeiten (Golfkrieg, Kosovo etc.) jeden Freitag mit Plakaten und zerschossenen Zielscheiben auf den Bahnhöfen aufmarschieren und sich dem Hohn der heimfahrenden Soldaten ausliefern.

Peng! Bumm!
Peng! - So macht ein Soldat im Manöver, der im Rahmen von Etatkürzungen einen Gewehrschuß simulieren muß.
Bumm! - So macht ein Soldat im Manöver, der im Rahmen von Etatkürzungen einen Panzer simulieren muß.
Grööhhhlll! - So macht ein Zivilist, der sich dieses Trauerspiel ansehen muß.

PET-Flaschen
Wichtiges Zubehör bei Gepäckmärschen. Mit Wasser gefüllt kann man mit ihnen den ansonsten nur mit Handtüchern ausgestopften Rucksack leicht auf das vorgeschriebene Marschgewicht bringen. 100 Meter hinter dem Kasernentor entleert man dann diese in den Straßengraben und macht sich erleichtert auf die Wanderung.

Pi-Karre
Eine Karre zum ziehen, mit der die Schießutensilien zur Schießbahn gebracht werden. Meist steht diese angebunden vor dem Kompaniegebäude.
(Stichwort und Definition von Burghard)

Pi-Päckchen
Kleiner Plastikbeutel mit Kruscht, den man tatsächlich benötigt. Große Sauerei: Das Teil muß man selber kaufen. Inhalt: Bleistift (um Meldungen zu schreiben), Schnur (um sich ein Tarnkordel zu basteln damit man so aussieht wie der Johannes Rambo) , Feuerzeug, Kerze und Korken (um sich mit einem halbglühenden Korken die Nase zu verbrennen, das Gesicht mit Ruß und Akne zu tarnen und das Krebsrisiko in die Höhe zu schrauben), Sicherheitsnadeln, der erste Satz Hosengummis.
(Stichwort und Definition von Dietrich K.)

Pi-Wald
Miniatur-Waldsterben auf Standortübungsplätzen. In diesen übungswäldchen kann man dank exzessiver Löcherbuddelei schon heute einen Eindruck gewinnen, wie der Deutsche Wald mal in 50 Jahren aussehen wird.

Pickel
Während der Zivilist mit dem Begriff 'Pickel' vornehmlich im Gesicht verbreitete eitrige Pocken assoziert, denkt der Soldat mit Ehrfurcht an die Schultersterne seiner Offiziere. Eines hat er aber mit dem Zivilisten gemeinsam: Er würde nur zu gerne mal so einen Pickel so richtig ausquetschen, bis der Eiter spritzt, fürchtet sich allerdings vor den Folgen...

Picklige
Offiziere

Pickpott (von Picknick) oder BigPott (weil so viel Klebriges reinpasst)
Eine seltsame Ansammlung von, ineinander verstaubaren, Alu-Töpfen mit völlig unbrauchbaren Henkeln. Eigentlich nur für Flüssignahrungen geeignet, werden in diesem Pickpott nur Truppenküchenleckereien aus anscheinend nicht funktionierenden Thermo-Behältern serviert, die sich im Pickpott sofort zu einem Eintopf vermengen.
(Stichwort und Definition von OG Nortix, 2.Gebirgspionierbatallion 8, Branneburg u. Holger E.)

Piepsmäuse
Fernmelder, die im Laufe ihrer Ausbildung auch das Morsen gelernt haben.
(Stichwort und Definition von Shmiddy)

Pinguine
Inoffizielle Bezeichnung für die Heeresflieger: Sie können nicht richtig laufen, sie können nicht richtig fliegen - aber sie haben eine große Klappe...
(Stichwort und Definition von Ex-Pinguin Wolfgang)

Pio
Abk. für 'Pionier'. Der Pio ist eine arme Sau. Denn Otto-Normalsoldaten werden nur während ihrer Grundi gefickt, der Pio jedoch während seiner gesamten Dienstzeit.
Leitspruch: Was sie nicht essen oder trinken können, machen sie kaputt ! (Joe)

Pionier
Mitglied der Pioniertruppe. Haupteigenschaften: Dumm, stark und wasserdicht. Wappentier des Pioniers ist der Wal, denn beide sind immer nass, ständig im Tran und haben die meiste Kraft im Schwanz.
(Stichwort u. Definition von Dietrich K.)

Pissbogen
bildliche Umschreibung für eine angetretene Kompanie, bei der das "Richt' Euch!" nicht so ganz geklappt hat.
(Stichwort und Definition von Christian Z.)

Pisslitze
Fermeldesoldat, aufgrund der gelben Litzen
Auch schon für "Schweinchenlitzen" verwendet worden, Panzerfahrer also ... ja, die Jungens mit den großen Rohren und den rosa Litzen ;)
(Stichwort und Definition von Björn S. und Manni)

Pizzabäcker
Soldat, der sein Barett nicht richtig aufsetzen kann, was zur Folge hat, dass das Barett wie die Mütze eines Pizzabäckers auf dem Kopf hängt.
(Stichwort und Definition von Schmiddy)

Pizzadeckel
Bezeichnung fuer ein neues, ungebrauchtes und somit noch etwas steifes Barrett.
(Stichwort und Definition eingesand von Bashman)

Plastikteller
Hat jeder vernünftige BWler im Rucksack, damit er im Gelände das Kochgeschirr nicht einsauen muß. Plastikteller existieren offiziell nicht, sind aber wahnsinnig praktisch.
(Stichwort und Definition von Dietrich K.)

Playstation
Das einzige in der Bundeswehr benutze (und funktionierende) elektronische Gerät, welches auch nach mehrmaliger Eingabe bei dem Bundeswehrbeauftragten noch keine BW-Versorgungsnummer besitzt.
(Stichwort und Definition von Carsten S.)

ploggern
Polieren des Bodens mit einem handbetriebenen Gerät des ausgehenden Mittelalters. Der Plogger ist sehr schwer und idiotisch, lehrt aber, das Timing beim Putzdienst auszufeilen, damit für das Ploggern echt keine Zeit mehr bleibt. Der Plogger soll anstrengend zu bedienen sein. Auch Fahrzeuge werden geploggert, zumindest wenn genug Sklaventreiber und Sklaven da sind.
(Stichwort und Definition von Dietrich K.)

Pommes
Gefreitenbalken, sind im Gegensatz zu ihren Namensvettern nicht eßbar, berechtigen aber zu hemmungslosen und lustvollen Mäuseficken. Ihren Namen verdanken sie ihrer charakteristischen Fritten-Form.

Pommesbude
Bezeichnug fuer den Oberstabsgefreiten wegen seiner 5 Balken (Pommes) auf den Schulterklappen. Bei Einführung dieses Dienstgrades war die Bundeswehr leider noch nicht in der Lage, besagte Schulterklappen zu beschaffen, weshalb diese von den frisch Beförderten eingenhändig zusammengenäht werden mussten.
(Stichwort und Definition von Jan D.)

Pompfenbert
Ein äußerst ungeschickter Soldat, der i.d.R. ständig zusammengeschissen wird. Ein P. kann keinen Gleichschritt; tritt mit einem zerlegtem Gewehr im Stiefelsack an, weil er's nicht wieder zusammengebaut bekommt; verläuft sich auf dem Weg zur Kantine ... eigentlich kann so ein P. nix...
(Stichwort und Definition von nc-p)

PP
Persönliches Pech. Lieblingsspruch von Vorgesetzten, wenn sie einen mit Arbeit nur so eindecken. Meist in Kombination mit einem blöden Grinsen und dem Spruch "Machen SIE IHR Problem NICHT zu meinem!!!"

Puck, die Stubenfliege
Oder so ähnlich sieht man mit der gut 40 Jahre alten Schutzbrille gegen Atomblitz aus.
(Stichwort und Definition von: Ein OG d.R. aus Wildeshausen)

pumpen
Nette Umschreibung für 'Liegestütz machen'; z.B.: "Pumpen, bis Ihr umfallt!"
(Stichwort und Definition von: Ein OG d.R. aus Wildeshausen)

putzen
Nur Frauen putzen. Ein Soldat 'reinigt'... (Tiere essen ja auch nicht - sie fressen...) (...außer es sind die zahmen Lieblingshaustiere .. OAs usw.)

Putzspind
Ein meist ein halb so breiter Schrank wie der Standard-Spind, der zur Aufbewahrung von Reinigungsmitteln und –geräten vorgesehen ist. Da es der einzige Spind ist, der unverschlossen bleiben darf, eignet er sich auch hervorragend zur Aufbewahrung aller Tittenhefte der Stubenkameraden. Zudem bietet er zusätzlich genügend Ablenkung für die Unteroffiziere, sowohl während als auch nach dem Stubendurchgang.
(Stichwort und Definition von: Ein OG d.R. aus Wildeshausen)

Danke nochmal an "Die Unmoralische"!

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