Bundeswehr-Lexikon
Als Nachschlagewerk und zum besseren Einstieg in die "Soldatensprache"...

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MAD
Als Soldat lernt man schnell, das die Buchstaben MAD nichts mit dem aus Schülertagen bekannten und einst einst von Fred Feuerstein redaktionell betreuten Satiremagazin zu tun haben, sondern als Abkürzung für den Militärische Abschirmdienst stehen. Gemeinsamkeiten zwischen dem militärischen MAD und dem Magazin MAD finden sich nur in der fachlichen Qualifikation der Mitarbeiter. Mit leichten Vorteil zugunsten des Magazins.

Mädchen, junge
'Der Feind benutzt oft junge Mädchen zu Spionagediensten' warnt das 'Taschenbuch für Wehrausbildung' den jungen und triebstaugeplagten Soldaten auf Ausgang. Wenn ich da so an meine langen und einsamen Abende in einer von Gott und der Welt verlassenen Kaserne tief in den Wäldern Norddeutschlands zurückdenke ... Verdammich, WO WAREN DENN DIE RUSSEN, ALS MAN SIE MAL BRAUCHTE? WO?

Major Neese
Major Neese, Uffz Keller, HG Butte und OG Lächter - Beliebte Angehörige der Nachbar-Kompanie, die der UvD oder GvD mal eben ans Telefon holen soll, da drüben keiner abnimmt.
(Stichwort und Definition von OG Nortix, 2.Gebirgspionierbatallion 8, Branneburg)
Einige weitere beliebte Namen: Spieß Braten, Flieger Horst, Jäger Schnitzel, HG Dicht, HG Nau, SG Schirr, Feldwebel Schwaine, Major Rahn, Oberst Dorf, Oberst Loidnand und Feldwebel Wohnheim.

(am) Mann
Jeder Soldat hat stets diverse Ausrüstungsgegenstände bei sich zu tragen, z.B. das Schießbuch, den Truppenausweis, die Erkennungsmarke oder das Verbandpäckchen. Da aber zivile Wortkombinationen im militärischen Wortschatz verpönt sind (siehe auch auf-/absitzen), heißt es nicht: "Den Ausweis haben Sie stets bei sich zu tragen.", sondern: "Der Ausweis ist stets am Mann!"
(Stichwort und Definition von: Ein OG d.R. aus Wildeshausen)

Männchen bauen
M. muß der Soldat vor Vorgesetzten: Salutieren und Meldung machen.
(Stichwort und Definition von Jan ]¦¬>; ex-4.ATAF)

Mannschaftsgeneral
Stabsgefreiter. Meist einer, der sich lange verpflichtet hat, aber die Uffz-Prüfung nicht bestanden hat.
(Stichwort und Definition eingesand von Gerold Lübben)

Manöver
Frischluftbetätigung über einen Zeitraum von mehreren Tagen. Ein M. findet sein Ende nicht selten in einem Malheur.

MannHeim
'Wohin gehse?' - 'MannHeim.' ist ein oft gehörter Wortwechsel in deutschen Kasernen. Outsider könnten vermuten, dass der oben antwortende Soldat dienstlich unterwegs ist nach der gleichnamigen Stadt in Baden-Würtenberg. Aber weit gefehlt. Vielmehr ist er in Begriff, das Mannschaftsheim aufzusuchen, einem der beliebtesten Aufenthaltsorte in der Kaserne, wo fast jeder Soldat die NATO-Pause und einen Großteil seiner Freizeit verbringt.
Das MannHeim ist eine Mischung aus Restaurant, Kneipe und Tante-Emma-Laden, wo der Wehrpflichtige alles erstehen kann, was er in der Kaserne braucht. Also Alkohol, Gummibärchen und Tittenhefte.
Bashman: Vorteil vom MannHeim ist, dass Offze da nicht rein dürfen, ausser, sie wären von einem Mannschaftsgrad eingeladen. Schade dass Uffze nicht zu den Offzen zählen und da reinkönnen...

Marke-Tender-Ware
Damit sind die Dinge gemeint, die in der AGA verboten sind (Süßigkeiten, Zigaretten...), aber in den Stammeinheiten gut genug sind um die Kompaniekasse auzbessern.
(Stichwort und Definition von Stefan K.)

Marine
Riecht nach Seewasser.

Marsch
Märsche werden in der Grundi hauptsächlich auf Schusters Rappen durchgeführt und führen in den meisten Fällen aufgrund unbequemen des Schuhwerks oft zu großflächigen Eiterherden unter den Füßen. Den Marsch zu Verweigern ist meist wenig erfolgreich und haben zur Folge, dass dem fußkranken Soldaten der Marsch zusätzlich auch noch geblasen wird.
Entspannter gestaltet sich die Lage in der Stammeinheit. Wenn man nicht gerade zu den Jägern, Fallis oder sonstigen armen Schweinen der Bundeswehr gehört, wird nur noch unter Zuhilfename vertikaler Personenbeförderungsmittel 'marschiert' (KFZ-Marsch). Laufen ist schließlich eine Angelegenheit der Mäuse.

Marsch Marsch
Direkte und lautstarke Aufforderung an den gemeinen Soldaten, den ARSCH in treuer Pflichterfüllung so schnell wie nur irgend moeglich zu bewegen. Nur ausserhalb der Kompanie (Blocks) anzuwenden, da es den Befehl in ihr nicht gibt!!! (Nicht fragen...)
(Stichwort und Definition von Bashman)

Marscherleichterung
Sollte jeder Marschteilnehmer beanspruchen. Geht dabei wie folgt vor:
Wartet, bis der Gruppenführer auf das Gejammer eines Kameraden mit einen Brennerspruch reagiert (' Alles, was uns nicht umbringt, macht uns härter' oder ähnlich)
Fordert den Ehrgeiz eures Gruppenführers heraus, indem ihr vor der Gruppe bezweifelt, dass er unter erschwerten Bedingungen diesen Marsch nicht durchstehen würde (z.B. wenn er das volle Marschgepäck eines verletzten Kameraden tragen müsse)
Fangt 15 Minuten später an zu Humpeln...

Marschgesang
Auf das Kommando 'Rührt Euch - ein Lied' bestimmt der Soldat in der ersten Rotte ein Lied, dass seine Kameraden während des Marsches singen müssen. Versucht aber besser nicht, euch das bekannte Marschlied 'Wir marschier'n, wir marschier'n, ach wie leer ist unser Hirn' zu rühren bzw. zu wünschen, wenn ihr nicht allzu scharf auf einige zusätzliche Marschkilometer seit...

Maßband
Maßband, 150 cm lang. Bei 150 Tagen Rest wird jeden Tag ein Zentimeter abgeschnitten. (Stücke aufbewahren) Bei Null schmeißt jeder Ausscheider die Tages-Fetzen dem Torposten vor die Füße. (Gibt'n Riesenhaufen und nicht mal 'nen Anschiß. Man(n) ist ja schon draußen.) Muß sich beim Maßbandsaufen verdient werden. Recht nützlich: Man sollte immer seinen "Tagesstand" wissen. Man könnte ja von Besserlagigen danach gefragt werden. Wer sich verplappert........ Anschiß.
(Stichwort und Definition eingesand von Mounty)
Bashman: Bei uns (Standort Philipsburg, später Essen) ging das mit dem Maßband ein wenig anders vonstatten. Für die letzten zehn Tage gabs Metallschilder (ca 6x10cm groß), die man anstatt des Maßbandes zeigte, und - wenn man wirklich stahlharte Nerven hatte - den Schlechterlagigen vor die Füsse schmiss! Das letzte Stück des Maßbands mit den letzten 10cm wurde verbrannt. Ebenso hatten Falschmeldungen der Tageslage und andere Vergehen mindestens ein Bier-ausgeben zur Folge!
Dietrich: Mittelpunkt des dienstlichen Lebens eines Wehrpflichtigen und sehr vieler Zler. Ein Textilmaßband aus der Schneiderei wird ganz stolz am Schlüssel herumgetragen. In den letzten 150 Tagen wird täglich ein äußerst wichtiges Ritual durchgeführt: Zur Natopause reißt man den aktuellen Tag leicht an. Mittags wird der Abschnitt halb durchgerissen und die Lage ändert sich von z.B. 100 in 99 n.D. (nach Dienst).
Anmerkung: Einige Ungeduldige grölen die neue Lage schon nach der Natopause heraus.
Beim Einreißen ist darauf zu achten, daß genügend Schlechterlagige zuschauen können. Zum Dienstschluß reißt man den Abschnitt, selig herumgrölend, endgültig ab. An besonders miesen Tagen darf man, zum Trost, auch mal zwischendurch am Band herumreißen.

Maßband-Saufen
Die letzte Lage, also die Ausscheider, geben den Schlechterlagigen einen Maßkrug, mit o.g. Maßband. Maßkrug ist gefüllt mit allem was Spaß macht *g* (Bier, Schnaps, Pfeffer, Likör, Wein, Salz, usw.). Dieser Maßkrug muß auf ex ausgetrunken werden, damit man das Maßband rausnehmen kann. Nichtbestehen hat evtl. Spindwürfeln oder ähnliches zur Folge.
(Stichwort und Definition eingesand von Mounty)

Maskenball
Übung, bei der möglichst schnell die unterschiedlichsten Bekleidungsformen angelegt werden müssen. (Großer/ Kleiner Diener, Gefechtsanzug mit vollen Gerödel/Geraffel, Sportanzug groß/klein etc.)
(Stichwort und Definition von Burkhard)

Maskensaufen
Eine Feldflasche wird mir Bier gefüllt und in die ABC-Schutzmaske eingeschraubt. Der Soldat holt noch einmal tief Luft, setzt die Maske auf und ... "Nich' lang schnacken, Kopp in' Nacken!"
(Stichwort und Definition von Thorsten M.)

Mastecke
Ein zumeist außerhalb der Kompanie gelegener Bereich, der jedem Soldaten ab Vize aufwärts, spätestens aber ab Uffz, bekannt sein sollte. Die Mastecke ist mit einem Grill oder zumindest mit einem Stellplatz für einen solchen ausgestattet und damit bestens geeignet für EK-Feten jeder Art. Die M. verfügt weiterhin über einen wie auch immer gearteten Sichtschutz und damit auch bestens zum abmatten geeignet.
(Stichwort und Definition von Detlef W.)

Mat-Halle
Das Herzstück einer jeden Nachschubkompanie, in der auf unerklärlicher Weise das Wehrmaterial ständig zu verschwinden scheint. In der Mat-Halle wird das Abseilen zur Pflicht! Ausnahme: Der Soldat ist mit dem Beiseiteschaffen von zivil verwendbaren Wehrmaterial beschäftigt...
(Stichwort und Definition von OG a.D. Reckling)

Mauer
Ein Gebäudeteil, dass nach Meinung der Ausbilder auch dann noch stehen bleibt, wenn der Soldat es nicht mit Schulter oder Rücken stützt.

Maus
Eine 'Maus' ist so eine Art rechtloser Sklave, die der Willkür aller anderen Dienstgrade ausgeliefert ist. Ohne Recht auf eigene Meinung hat nur zu fiepen und buckeln, wenn sie auch nur einen Gefreiten sieht. Mäuse sind zu erkennen an ihren Schulterglatzen. Nach 6 Monaten Dienstzeit (oder 3 seit W10) verliert die Maus ihren Status und wird durch Erwerb der begehrten Pommes zum Gefreiten (und Vize bei W12'ern). Mit den Schulterklappen hat sie gleichzeitig auch die Berechtigung erworben, nun ihrerseits die neuen Mäuse zu ficken, muß aber dem Resi (9 von 12 Monaten Dienstzeit) oder Obergefreiten (seit W10) noch treu ergeben sein.

Mäuseduschen
Der Höhepunkt einer jeden Resifeier.
Die verschreckten, fiependen Mäuse werden mitten in der Nacht unsanft aus dem Bett geschmissen und, bekleidet mit ihrem babyblauen BW-Schlafanzug, Stahlhelm, Koppel und Gasmaske (siehe Gummifotze), unter die eiskalte Dusche gestellt. Damit nicht genug,denn durch die Filteröffnung der Gasmaske muß auch noch ein Bier auf ex gezischt werden. Das bedeutet Bier in der Nase, Bier in den Augen, Bier einfach überall. So ein Mäuseduschen ist ein herrlicher Spaß - für Gefreite.

Mäuseficken
Wenn ein Gefreiter (Obergefreiter für die W9'er) arbeitet, dann tut er am liebsten dieses.
Mit Sodomie hat das allerdings nichts zu tun. Wenn ein Gefreiter (oder ein höherer Dienstgrad) eine Maus fickt, dann deckt er diese so stark mit unangenehmen Tätigkeiten ein, das diese bei der Ausführung Blut und Wasser schwitzt. Nichtstuend beobachtet der Ficker sadistisch grinsend die Bemühungen der Kiste und deckt sie zusätzlich mit typische BW-Floskeln wie 'Das war gar nichts. Nochmaal!' oder 'Das muß schneller gehen' ein.
So schön kann das Leben nach der ersten Pflichtbeförderung der Bund sein. Und man hat seine erste Lektion gelernt - was auf den Schultern zu haben bedeutet Macht. Auch wenn diese nicht verdient worden ist.

Mäuseficker
Gefreiter, aber auch höhere Dienstgrade

Mein Freund Walther
Die bei der Bundeswehr gebräuchliche Pistole P1. Diese wird von dem Waffenhersteller 'Walther' produziert. Der Ausdruck spielt auf das Blödellied von Mike Krüger an.
(Stichwort von Wolfram S.)

Mengen
LwAusbildungskompanie in Mengen. "Lieber Hängen als Mengen" (Stichwort und Definition von TC)

MEZ - Mama-Entfernungs-Zuschlag
Für alle "Soldaten", die weit, weit weg von Mutti stationiert werden ...
(Der Kilometergebundene Mobilitätszuschlag)
(Stichwort und Definition von Tomasz Domian)

MG
Das Maschinengewehr ist technisch fast unverändert seit dem zweiten Weltkrieg im Einsatz und darf getrost als tragbare Ladehemmung bezeichnet werden. Mit seinen 12 Kilogramm ist das MG wohl die schwerste Waffe, die ein normaler Wehrpflichtiger zu tragen hat (Von den Mörserschleppern wollen wir hier nicht reden). Besonders gefickt sind die etwas zu groß geratenen Soldaten, die als 'lange Kerls' beim Marsch zur Standortschießanlage die Ehre haben, das MG auf ihren breiten Schultern tragen zu dürfen. Wird dann auch noch Laufschritt befohlen ist bei Ankunft so mancher nicht mehr sicher, ob er überhaupt noch eine Schulter hat. Es gibt wohl kaum jemanden, der bei diesen Gelegenheiten nicht seine 1.86 Meter verflucht und sich gewünscht hätte, zu den priveligierten Einmetersechzig-Pistolenträgern zu gehören.
Gerold L. hat sich Gedanken darüber gemacht, wofür die Abkürzung 'MG' steht: "manchmal geht's", "Munition gefressen", "mächtig geklemmt"(die Finger beim Laden), "Marschgewicht" (der arme MG-Träger), "_M_einer ist _G_rößer", "Mickriges Gewehr"

Micky-Mäuse
Micky-Mäuse sind an Kopfhörer erinnernden Ohrenschützer, die auf Schießständen getragen werden müssen und aufgrund ihrer Form und mausgrauen Farbe jeden Soldaten aussehen lassen wie - klar -Micky Maus.

Migränestick
Gummiknüppel. Den gibt's bei der Bundeswehr auch in weiß mit Sperrstraßenschild vorne dran.

Migränestickschwinger
Feldjäger

Minenschlepper
siehe: Pioniere

Mittagessen
Für das 'Essen fassen und vertilgen' ist beim Bund (inkl. der Wartezeit in der Schlange) ein Zeitansatz von 15 Minuten vorgesehen. Das sind glatte 10 Minuten mehr als für das Frühstück. Und mehr sollten es auch nicht sein, denn schließlich ist der Sinn der soldatischen Existenz zu überleben, nicht fett zu werden. Böse Zungen behaupten, das die Ausbildung den Soldaten auf den Krieg vorbereite, die Truppenküche hingegen auf die Gefangennahme.

Mobilat
Ein Medikament, welches in zivilen Apotheken als Rheumasalbe und in BW-SanBereichen als Allheilmittel gegen alle nur denkbaren Krankheiten ausgegeben wird

Modenschau
Leider sind hier keine Models gemeint, die den Soldaten die neueste Tarnkleidung präsentieren. Die M. wird meist von Grundis vor den Augen ihrer Vorgesetzten durchgeführt. Die M. wird angeordnet, wenn die Soldaten zum wiederholten Male nicht alle in einheitlicher Kleidung antreten. Dann werden alle laut ZDV möglichen Kleidungs- und Uniformkombinationen (Feldanzug, großer Diener, Trainingsanzug etc.) im Schnellgang durchprobiert.
Bashman: Auf Zugfeiern werden Modeschauen bevorzugt so durchgeführt: Umgezogen wird im geschlossenen - natürlich dunklen - Spind! Da kommt Spass auf, wenn der grosse Diener an der Reihe ist... ;)
(Stichwort und Definition eingesand von Gerold Lübben und Bashman)

Moon-Boots
Ugs. Bezeichnung für die Überschuhe, die man über die Kampfstiefel ziehen kann, um das Eindringen von Wasser in die Stiefel zu verhindern. Logischer Weise werden diese nützlichen Dinger nur zum Maskenball getragen und nicht im Gelände.
(Stichwort und Definition von: Ein OG d.R. aus Wildeshausen)

Moorfliesen
siehe: Panzerkekse

Mopped
Das ist keine Bezeichnung für ein zweirädriges Fortbewegungsmittel, mit dem man über die Landstraße brettert, sondern eine Bezeichnung für einen Gegenstand oder "komisches Ding", dessen Name einem im "Arbeitsstress" grad nicht einfällt.
Zitat: Gib mal das Moped da her (Aschenbecher)
(vgl. auch Mopped im Ruhrgebietslexikon)
(Stichwort und Definition von Boris B.)

Morgenandacht
Die allmorgendliche Befehlsausgabe - einer spricht, viele viele lauschen...

MOT-Schütze
Pappdeckelscheibe in Soldatenform. Darf keinsfalls als Zielscheibe oder Mannscheibe bezeichnet werden.
(Stichwort und Definition von Dietrich K.)

Motivation
Motivation? Was ist das? Hol mal einer ein Wörterbuch.
Motivation ist übrigens einer der dehnbarsten Begriffe bei der Bundeswehr. Ist der Soldat nicht am meckern, dann ist er nach Meinung seiner Vorgesetzten auch 'hoch motiviert'.

MPi
UZI. Die STAN-Waffe der Kradmelder funktioniert auch dann, wenn sie besser nicht tun sollte. Zum Beispiel im gesicherten Zustand.

MPG
ManöverPatronenGerät. Dieses Gerät verhindert den Amoklauf, garantiert aber auch den notwendigen Rückstoß, damit die nächste Patrone nachgeschoben werden kann. Tip: Vor Ende des Geländetages das MPG abschrauben und 2-3 Schüsse so abgeben (per Hand nachladen). Danach ist der Schießbesen von groben Pulverresten befreit und kann ein wenig leichter gereinigt werden, ausserdem ist der Blitz, der vorne rauskommt, ziemlich spektakulär!
(Stichwort und Definition von Henrik L.)

MSG
Marsch-Sport-Gelände-befreit, also ein für Soldaten äußerst erstrebenswerter Zustand. Lässt sich aber noch toppen: SMAD .. Sport-, Marsch-, Außendienstbefreiter .... oder auch Dauer-GvD bzw. "Innendienstmade" genannt
(Stichwort und Definition von Christian Z. und Manni)

MTW
Mannschaftstransportwagen. Kommt zwar auf Ketten dahergefahren, ist aber deswegen noch lange kein Panzer, sondern ´ne dünnwandige Alubüchse (Ami-Schrott), die man ohne weiteres mit einer G3 oder MG3 durchlöchern können soll.
(Stichwort und Definition von Gonzo)

Mulis
Das wohl umweltfreundlichste Waffensystem der Gebirgsjäger...

Muli-Treiber
Gebirgsjäger
(Die Gebirgsjäger in Bad Reichenhall haben sogar noch 20 von diesen Pferd-Esel-Viechern incl. Stall)
(Stichwort und Definition eingesand von Mounty)

Mumpeln (NVA)
Munition.
Auf-/Abmumpeln = auf-/abmunitionieren.
(Stichwort und Definition von VVS)

Mun
Bei der Bundeswehr (Bw) wird alles abgekürzt. Auch das Wort Munition.

Mun-Ranch
Munitionsdepot
(Stichwort und Definition von Andreas E., Lt.d. R.(war jung und brauchte das Geld)

Murmel
So bezeichnet man bei der Artillerie die Granaten vom Kaliber 155mm
(Stichwort und Definition von Durin)

Murmelschlepper
Ladeschütze bei der Artillerie.
(Stichwort und Definition von Durin)

Muschelschubser
Soldat bei der Marine
(Stichwort und Definition von Brisie)

Muschelsucher
Das Küstenwachgeschwader

Muschgefreiter
Vize

Muschi
alternativ für Maus
Muschi wird übrigens abgeleitet von Muschkote, was soviel bedeutet wie Rekrut. Oder habt ihr etwa an was anderes gedacht? Schämt euch.

Musterung
Prozedur, mit deren Hilfe Hochleistungssportler vom wehrtauglichen Volk aussondert und mit T5 (wehruntauglich) in die Freiheit entlassen werden.

Danke nochmal an "Die Unmoralische"!

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